90 Projekte - 40 Ländern - 6 Kontinenten: Der Catalogue of Climate Solutions for Buildings zeigt mit Praxis-Beispielen aus aller Welt, wie die nachhaltige Transformation der Baubranche gelingen kann. Als österreichisches Erfolgsbeispiel ist auch KRAISBAU darin vertreten. Unsere Koordinatorin Anna-Vera Deinhammer zeigt sich - eben nicht ganz - um Worte verlegen: "Ich bin nach wie vor sprachlos und zugleich überglücklich, dass unser Projekt aus dem kleinen Österreich hier auf dieser internationalen Bühne vorgestellt wird. In Europa war das Interesse auch bisher schon groß, aber hier schaut wirklich die ganze Welt zu.”
Erfreut zeigt sich auch Innovationsminister Peter Hanke: „Die Aufnahme des BMIMI-Leitprojekts KRAISBAU in den ‚Catalogue of Climate Solutions for Buildings‘ ist ein großer internationaler Erfolg und erneut ein Beweis für die hohe Innovationskraft Österreichs. Der Einsatz von AI tools für eine verstärkte Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft und entlang des Lebenszyklus von Gebäuden ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Bau- und Ressourcenwende in Österreich, sondern inspiriert jetzt auch Nachahmer auf der ganzen Welt. Darauf können wir zurecht stolz sein”.
Vorbildwirkung wollen wir vor allem beim Einsatz von künstlicher Intelligenz entfalten. Durch die Kombination von öffentlich verfügbaren Daten, modernsten Messtechniken und Methoden und künstlicher Intelligenz wollen wir Modelle und Analysen von Gebäuden nahezu in Echtzeit erstellen. Gleichzeitig zeigen wir, wie KI hilft, mit der höheren Komplexität des zirkulären Bauens umzugehen. So kann der gesamte Planungsprozess für den Umbau, zirkulären Rückbau und Neubau vereinfacht und beschleunigt werden - bei sinkenden Kosten.
Neben der gesteigerten Effizienz in der Analyse und Planung besteht auch ein Potential von 25-35% bei den Materialkosten - durch Wiederverwendung von Bauteilen und Materialien. Gleichzeitig generieren die zirkulären Materialströme neue, lokale Wertschöpfung. Für den Jobmarkt bringt das zirkuläre Bauen ebenfalls neue Impulse. Neue Berufsbilder wie jenes des “Urban Miners”, der die gebaute Umwelt als Material- und Ersatzteillager versteht, bieten attraktive Beschäftigungschancen - gerade für Menschen mit niedriger formaler Bildung.
Theorie ist schön und gut, aber was zählt, ist die Umsetzung. Unsere Konsortialpartner machen vor, dass es geht und wie es geht. Unser Know-How wollen wir dabei nicht für uns behalten, sondern mit der gesamten Branche teilen - mit Factsheets, "Train-the-Trainer" Konzepten und mehr. Dass mit der Aufnahme in den Catalogue of Climate Solutions for Buildings unser Publikum nun noch ein wenig gewachsen ist, freut uns umso mehr.